Pulau Tioman

Hier noch ein Nachtrag von unserem Wochenende auf Tioman! Ist jetzt leider schon 2 Wochen her, aber ich hab es leider vorher nicht geschafft zu berichten, da es einiges zu tun gab und ich ja die letzten 10 Tage in Burma unterwegs war. Der Bericht dazu folgt dann noch im Laufe der Woche 🙂

Also am Osterwochenende (Freitag war frei in Singapur) haben wir uns auf den Weg nach Malaysia gemacht um dort auf einer Insel an der Ostküste ein paar Strandtage zu verbringen. Obwohl wir uns das schon Wochen vorher überlegt hatten, haben wir nichts Vorweg gebucht, ausser einen Bus der uns von der malayischen Grenze zu dem Ort bring, an dem die Fähre abfährt. Ich hatte dann zwar doch online nochmal nach der Fähre geschaut, diese war aber für unseren Tag schon ausgebucht….egal, wir probierten es trotdem mal.

Los gings dann am Freitag Vormittag erstmal mit der MRT (U-Bahn) zur Busstation um dort einen Bus zu nehmen der uns über die Grenze bringt. Leider haben wir die Station erstmal nicht gefunden, wodurch unsere Reservezeit schonmal stark angekratzt wurde. Zum Glück waren wir doch noch erfolgreich, und dann gings zur Grenze, die ja nicht weit weg ist. Dort angekommen erstmal der Schock: es stehen umgefährt 100m Schlangen an jedem Schalter zur Einreise nach Malaysia an! Aber unser gebuchter (!) Bus fährt in einer halben Stunde und zum Busterminal müssen wir auch noch kommen. Nach ein paar Minuten anstehen ohne großes Vorwärtskommen war klar, wir müssen was unternehmen. Also sind Roshni und ich losgezogen um ein paar nette Menschen ganz vorne in der Schlange zu finden…aussichtslos, jeder hat Zeitstress! Auf gut Glück haben wir dann an dem Schalter für Malayische Bewohner mit Job in Singapur gefragt, ob sie uns nicht helfen können. Der Mann am Schalter war sehr freundlich und nachdem er sich unser Ticket angeschaut hat, das unser Dilemma bestätigt, hat er organisiert das wir die unendliche Schlange umgehen konnten! PUHH

Noch 20 min bis der Bus abfuhr…also haben wir erstmal einen Sprint durch die Grenzstation hingelegt um zur nächsten Taxistation zu gelangen, Roshni hat sich sehr erfolgreich dem ersten Taxi auf der Straße in den Weg gestellt und wir haben uns ganz schnell zu fünft reingequetscht…mussten wir natürlich schön extra zahlen, aber das war in dem Moment egal. 15 min Fahrtzeit laut Taxifahrer, das wurde knapp. Dort angekommen hetzen wir über den riesigen Busbahnhof und erwischen unseren Bus 5 min nach der Zeit. Zum Glück ist hier nicht alles ganz so pünktlich 😉

Nach 3 Stunden sind wir dann in Mersing angekommen, wo die Fähre ablegt. Im Gegensatz zu den Infos im Internet, bekommen wir ganz leicht ein Ticket und die Fähre startet in 20 min… also kommen wir aus dem Rennen nicht raus, da wir bis zum Ablegepunkt noch 600m laufen müssen und davor aber noch Geld abheben, da es auf Tioman keine Automaten gibt.

Völlig fertig und erschöpft schaffen wir es dann zum Hafen und natürlich hat die Fähre dann erstmal 1,5 Stunden Verspätung.

Irgendwann abends kommen wir dann doch noch auf Tioman an, wo es 5 kleine Strandorte gibt die alle nur übers Wasser verbunden sind. Wir haben uns Salang im Norden ausgesucht. Nachdem wir den ganzen Tag schon so Glück hatten, war unser Glücksvorrat dann wohl aufgebraucht. Kein Guesthouse in Salang hatte mehr ein Zimmer frei! Die nette Dame von der Tourist Information Hütte hat uns dann ein Zelt ausgeliehen und so haben wir die erste Nacht am Strand gecampt 🙂 Etwas unbequem, aber auch mal ganz lustig. Am nächsten Tag haben wir uns dann gleich in der Früh zwei schöne Bungalows organisiert!

Die zwei Tage dort haben wir dann mit Baden, Tauchen, Schnorcheln (kleine Haie) und viel gutem Essen verbracht. Es gab auch eine kleine Freilichtbar, wo man sich abends getroffen hat zum feiern.

Insgesamt ein gelungenes und aufregendes Wochenende und die Rückfahrt war dann problemlos 😉

Beautiful Borneo

Letzten Donnerstag gings dann schon gleich auf den zweiten Trip mit Shalin, diesmal hatten wir aber noch Johan und Christopher als Verstärkung dabei 🙂 Per Flugzeug sind wir nach Kuching gekommen, eine Stadt im malayischen Teil Borneos. Borneo gehört ja zu 3 verschiedenen Länder, einmal Malaysia, Indonesien und ein kleines Land namens Brunei, welches durch Erdöl an Wohlstand gekommen ist. Anders als erwartet, war Kuching eine recht schöne und auch gut entwickelte Stadt. Normalerweise verbindet man Borneo ja eher mit Dschugel und Orang Utans, welche auch einer der Gründe waren, weshalb wir uns dieses Ziel ausgesucht haben. Shalin hat schon immer in Deutschland davon geträumt, mal die wilden Orang Utans auf Borneo zu sehen 🙂 Dann war natürlich auch klar, was unser erstes Ausflugsziel ist. Am Freitag gleich in der Früh gings in Richtung Semenggoh Wildlife Centre, wo die Orang Utans zu Fütterungszeiten beobachtet werden können. Natürlich braucht man ein bisschen Glück das auch welche auftauchen, schließlich sind es freilebende Tiere und kein Zoo. Wir haben es an diesem Vormittag besonders gut getroffen und mehrere Tiere gesehen, darunter sogar zwei Mütter mit Kinder und auch den größten von allen, Ritchie 🙂 War schon echt beeindruckend, wie sie sich durch die Bäume schwingen und Hände wie Füße benutzen!

 

 

 

 

 

Nachmittags haben wir noch einen Bootsausflug gemacht ins Flussdelta im Norden von Kuching. Theoretisch hätte man Delphine, Krokodile, Affen und viele Vögel sehen können, da wir aber anscheinend unser ganzes Glück schon bei den Orang Utans verbraucht hatten, sahen wir nur ein paar Nasenaffen in den Bäumen sitzen. Damit der Trip aber nicht ganz sinnlos war, konnte wir immerhin noch ein Fischerdorf besuchen, dass auf Stelzen gebaut ist und keine offizielle Strom- und Wasserversorgung hat. Manche Häuser haben Generatoren und alle sammeln Regenwasser in großen Containern.

 

 

 

 

 

 

 

Samstags haben wir dann einen Strandtag eingelegt und sind abends noch auf ein Earth Hour Concert gegangen. An unserem letzten Tag, Sonntag, stand dann noch der Bako Nationalpark auf dem Programm. Erst mit Minivan und dann weiter mit Boot ist man an Park Centre angekommen von wo aus alle Tracks starten… Wir haben uns dann für eine 5 km Wanderung zu einem Strand entschieden, da es doch ein schöner Gedanke ist, wenn einem am Ziel eine Erfrischung erwartet 😉 Bei tropischer Hitze führte der Weg erst durch Dschungel bergauf, ging dann über in Felsboden und Grassland bis man schließlich am (fast) einsamen Strand ankommt. Bis auf ein paar andere Wanderer und Affe trifft man hier niemand. Die Affe im Park sind übrigends auch ganz schön frech, gleich zu Beginn haben sie Christopher die Bananen aus der Plastiktüte geklaut!

 

 

 

 

 

 

 

Falls mal jemand nach Kuching fährt, ist unser Hostel auf jeden Fall absolut zu empfehlen, besonders die gemütliche Rooftop Bar, wo man locker ganze Abende verbringen kann! (Singgahsana Lodge)

Kuala Lumpur

Letztes Wochenende bin ich mit einer Gruppe Austauschstudenten nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia gefahren! Freitagabend gegen 10 Uhr haben wir uns auf den Weg zur Grenze gemacht, nach der Aus- und Einreise konnten wir dann endlich in unseren Bus steigen, der uns nach KL gebracht hat. Um 1.30 Uhr gings los und um 5.30 Uhr waren wir da 😛 Zum Glück war der Bus total gemütlich mit riesigen Comfortsitzen die man zum schlafen sehr weit umklappen konnte….sonst wär man den ganze Samstag total fertig gewesen! Dort angekommen, konnte wir so früh natürlich noch nicht unsere Zimmer beziehen, haben aber immerhin ein Doppelzimmer zum abstellen unserer Sachen bekommen…..da wir alle aber noch total müde waren, haben wir umgefähr zu 10. in dem einen Raum nochmal geschlafen! Quasi überall wo Platz war, im Bett, am Boden, Tisch….Nicht grad gemütlich, aber besser als nichts 😀

Gegen 9 Uhr gings dann weiter, als erstes zu den Petronas Towers, die höchsten Zwillingstürme der Welt! Höchgefahren auf die Besucherplattform sind wir nicht, da der Preis kürzlich erst erhöht wurde und man nur maximal bis zur Hälfte hoch kommt! Nachmittags war die nächste Station dann die Batu Caves, zwei Höhlen etwas ausserhalb der Stadt….wobei man erstmal 272 steile Stufen bezwingen muss! Es gibt eine große Höhle mit Hinduistischen Schreinen und eine dunkle Höhle, in der man nur eine geführte Tour machen kann. Am Eingang der Höhle sind wir dann noch auf einen Hindu gestoßen, der aus Glaubensgründe immer seinen rechten Arm hochhält! Die Fingernägel sind schon über 30 cm lang und es schaut verdammt ecklig aus!!

Abends gings dann in Zouk, ein Club der zu dem Original Zouk Club in Singapore gehört! Wir hatte auf jeden Fall Spaß 😉

Sonntag mussten wir erstmal ausschlafen und dann stand Shopping auf dem Programm! Einerseits in Chinatown, wo man wie üblich alle möglichen gefälschten Dinge bekommt, andererseits in der größte Mall in Südostasien, die angeblich eine Indoor-Achterbahn hat…komischerweise haben wir diese aber nicht gesehen 😉