Final Goodbye Asia

Ich sitze grad am Flughafen in Singapur und warte auf meinen Flieger in Richtung Qatar und dann weiter nach München. Die letzten Minuten meiner Zeit in Südostasien sind jetzt angebrochen und es fühlt sich irgendwie komisch an, schließlich war ich jetzt seit Anfang Dezember hier in der Hitze Asiens unterwegs. Die letzten vier Tage habe ich noch in Bangkok verbracht, eine crazy Stadt mit wahnsinnig viel Verkehr und einigen dreißten Tuk Tuk Fahrern. Wenn man nicht aufpasst und 10 mal nachfrägt, wird man erstmal zum Schneider gebracht der versucht einem einen maßgeschneiderten Anzug, Kostüm oder Abendkleid anzudrehen. Natürlich bekommt der Tuk Tuk Fahrer dann Provision und Benzingeld! Gelockt wird man leicht, da die Fahrtpreise mit „Stop“ viel billiger sind als wenn man direkt zum Ziel will. Nach dem 3 Tailor hatten wir dann aber sowas von keine Lust mehr, dass wir ab dann immer mehr bezahlt haben. Man sollte den Einheimischen auch nicht alles glauben was sie erzählen. Meistens behaupten sie der Große Palast ist geschlossen wegen einer Zeremonie und man soll doch lieber mit ihnen eine Tuk Tuk Sightseeing tour machen….die beinhaltet natürlich auch den Tailor. Ansonsten kann man in Bangkok natürlich noch einiges erleben, wir waren z.b. im 4D Kino, bei dem die Sitze sich bewegen und Wind/Wasser/Geruch mit einsprühen oder man geht in einer der vielen Malls oder Märkte Shoppen! Achja und nicht vergessen darf man natürlich nicht die überall verbreitete Thai Massage! Für ca. 5 Euro die Stunde lässt man sich einmal schön durchkneten 🙂

So, mein Flieger wartet… bis bald in München! Freu mich schon auf euch alle!

 

Hier noch ein Bild aus dem Grand Palace in Bangkok:

Goodbye Singapore, Hallo Thailand

Vor einer Woche war das Semester in Singapur leider vorbei und wir alle haben uns in andere Richtungen aufgemacht, ein paar sind gleich nach Hause, die meisten sind jedoch in die verschiedensten Länder Südostasiens gereist. Der Abschied war schon etwas komisch und auch traurig, weil man ja bei den meisten Leuten, mit denen man ein halbes Jahr zusammen gelebt hat, nicht weiß ob man sich jemals wieder sieht. Ein paar Tage vorher sind Max und Nati gelandet und wir haben uns dann zusammen mit dem Bus nach Malaysia aufgemacht. Nach einem kurzen Stop in Kuala Lumpur gings dann weiter nach Penang im Norden. Dort gibt es eine schöne Altstadt mit Tempeln verschiedenster Religionen und einen Berg von dem man einen super Blick über die ganze Stadt hat. Von Penang sind wir dann nach Phuket geflogen und haben glücklicherweise am selben Tag gleich noch eine Fähre nach Ko Phi Phi bekommen. Dort findet man auf der Nachbarinsel „the beach“, also den paradiesischen Strand aus dem Film mit Leonardo di Caprio. Eigentlich nennt sich der Ort Maya Bucht und ist wirklich traumhaft schön mit türkisblauem Wasser!

Gestern haben wir dann noch eine Tag auf Ko Lanta verbracht und sind jetzt auf dem Weg in Richtung Koh Tao mit Zwischenstop in Krabi!

In zwei Wochen geht’s dann schließlich wieder in die Heimat nach München! Ich freu mich schon sehr 🙂

Everyday’s crazy life….

Ich dachte mir, ich erzähl euch mal, was ich den lieben langen Tag hier so mache…

Eigentlich verbringen wir hier die meiste Zeit auf dem Campus, unser Starbucks, mit der riesigen Terrasse, ist einfach der beste Treff- und Aufenthaltspunkt! Hier wird gelernt, Reisen geplant, gequatscht und natürlich auch Kaffee getrunken 😉

Letzten Freitag hat uns der Tembusu Gastronomy Club (es gibt hier für alles einen Club) einen kostenlosen Ausflug zur Tiger Beer Brauerei organisiert. Tiger Beer ist die am weitesten verbreitete Biermarke in Asien und wird hier in Singapur gebraut, sie gehört zur Heineken Familie! Das interessante an der Tour war aber nicht die Fabrikbesichtigung (sieht man ja eh nicht viel), sondern das 45 minütige Freibier Testtrinken 🙂 man hatte die Auswahl zwischen Tiger, Heineken, Guiness und sogar Erdinger!! Erdinger ist wirklich relativ verbreitet hier in Singapur! Nach 45 min waren dann fast alle mehr oder weniger betrunken und es ging mim Bus wieder nach Hause…. es war aber erst 7 Uhr abends 😀

Nach dem Abendessen sind wir irgendwann alle in Roshni’s Zimmer gelandet und keiner weiß genau wie’s angefangen hat, aber dann ist die heftigste Diskussion überhaupt ausgebrochen. Zwei Jungs, beide Umweltingenieure (!!) mit absolut verschiedenen Weltansichten, der Eine aus Dänemark, der Andere aus USA. Irgendwann haben sie sich so angeschrien, dass ich dachte sie schlagen sich gleich! Was aber nicht verwunderlich ist, bei Aussagen wie „Bush war der beste Präsident“, „die Amerikaner werden sich nicht ändern“ und „ich bin nicht sicher ob CO2 für den Klimawandel verantwortlich ist“. Nach dem letzten Satz hat der Däne (der, der Umwelt zuliebe, sogar aufs Autofahren verzichtet!), dann übrigends den Raum verlassen!

Samstag war dann ein ruhiger Tag mit ausgiebigem, italienischem Dinner (endlich hat der Laden offen!). Abends haben wir dann auf die Party verzichtet, da es am nächsten Tag schon relativ früh losging Richtung East Coast Park, wo Kasper (auch aus Dänemark) am Ironman Singapore teilgenommen hat. Da mussten wir natürlich zum anfeuern gehn! Was sich auch gelohnt hat, da er nach 1,9 km schwimmen, 90 km Radln und 21,1 km laufen, als Erster seiner Altersklasse (25-29 J.) ins Ziel gekommen ist. Teilgenommen haben rund 1500 Leute u.a auch Profis, trotzdem hat er es in die Top 30 geschafft! Unglaublich!

Rang de Holi

Gestern war ich auf einer der verrücktesten Partys überhaupt, dem indischen Festival Rang de Holi. Meine Mitbewohnerin Roshni hat uns auf die Idee gebracht, auf dieses einmal im Jahr stattfindende, indische Fest zugehen. Thanks, Rosh 😉

Was da abging, kann man gar nicht so richtig beschreiben, es war einfach nur unglaublich lustig, dreckig und vor allem bunt 🙂 Das Ganze hat auf einer Wiese stattgefunden und es gab Pulver in allen Farben….dann hat man sich einfach nur gegenseitig vollgesaut! Da wurde auch keine Rücksicht auf Gesicht oder Haare genommen, Klamotten konnte man danach auch vergessen! Dazu gabs dann noch indische Tanzaufführungen und natürlich indische Musik auf voller Lautstärke…..irgendwann hat die ganze Menge nur getanzt in den Farbwolken! Als Highlight hats dann auch noch zum Regnen angefangen, was aber niemand gestört hat, es war eher nur noch mehr Spaß… jetzt kam zur Farbe auch noch Matsch dazu 😉

Gegen Ende hat man die Leute kaum mehr erkannt mit soviel Farbe im Gesicht und Haaren 🙂 Natürlich sind wir dann so wie wir waren erstmal schön mit der U-Bahn heimgefahren! Als krönenden Abschluss wollte die Farbe dann, auch nach sehr langem Duschen, meine Haare nicht verlassen….naja, jetzt lauf ich halt für ein paar Tage mit grünen und roten Stähnen über den Campus 🙂

Chinese New Year 2012

Dieses Jahr habe ich das Vergnügen zweimal Silvester zu feiern! Ganz normal, so wie ihr alle zu Hause und dann nochmal am vergangenen Wochenende! Am 23. Januar hat offiziell das Chinesisch Jahr des Wasser-Drachens begonnen! Der Drache ist das Beliebstete unter den Tierzeichen und für Chinesen deshalb das perfekte Jahr zum Kinder kriegen! Es begegnen einem auch einige schwangerer Frauen, wobei ich ja kein Vergleich zu anderen Jahren habe 😉 Hier in Singapur gibt es 2 Feiertage für Chinese New Year, deshalb hatten wir Montag und Dienstag frei 🙂 Im Gegensatz zu unserem Silvester, ist der eigentliche Jahreswechsel um Mitternacht nicht so bedeutend. Es gibt zwar auch ein Feuerwerk, aber der Schwerpunkt für Chinesische Familien liegt mehr auf Verwandtenbesuch! Eigentlich kann man es besser mit Weihnachten vergleichen, man besucht alle Verwandte und es gibt Geschenke! Vor allem unverheiratete, junge Leute bekommen Geld von den Älteren! Und Essen ist selbstverständlich auch wahnsinnig wichtig, es gibt tausende, verschiedene Süßigkeiten, Gebäck und was weiß ich….. alles für Neujahr! Der Supermarkt hat extra einen Aussenbereich aufgebaut nur für dieses ganze Zeug 😛

Wir haben uns am Sonntagabend auf den Weg nach Chinatown gemacht um dort zu Essen und ein bisschen die Atmosphäre mitzubekommen! Es waren aber einfach nur viel zu viele Leute, die sich durch die Straßen gequetscht haben! Die Läden und Restaurants waren überfüllt, sodass wir uns nach einem kleinen Snack in Richtung Marina Bay verabschiedet haben! Dort angekommen hatten wir dann spontan die Idee doch mal auf den Skypark des Marina Bay Sands Hotels zu gehen! Kleines Problem: man kommt nur mit Hotelkarte rein! Das hat uns aber nicht abgehalten 😉 Einfach im Aufzug nach oben eine Asiatin angequatscht, ob wir mit ihr reingehn können und schon warn wir drin 😀 Dort oben ist es wirklich klasse und man hat den besten Blick auf die Skyline! Leider hat es kurz vor 12 wahnsinnig angefangen zu schütten, aber wir haben uns, eingewickelt in Handtücher, das Feuerwerk trotzdem angeschaut!

NUS – National University of Singapore

Hier mal noch ein paar Infos über meine Uni: Die NUS ist die größte und älteste Universität in Singapur und hat ca. 30.000 immatrikulierte Studenten. Der Campus, auf dem ich auch wohne, liegt etwas ausserhalb des Stadtzentrums, ist aber mit der MRT (wie U-Bahn) gut zu erreichen. Außerdem gibt es viele Buslinien in näherer Umgebung mit denen man überall hinkommt. Der Campus ist sehr groß, aber schön angelegt auf einem kleinen Hügel und mit vielen Grünflächen. Fast alle Fakultäten sind hier (mit Ausnahme von Jura) und es gibt 4 interne Buslinien, die kostenlos die Fakultäten und Wohnheime miteinander verbinden. Es ist also kein Problem, recht schnell zum jeweiligen Hörsaal zu finden, da an Werktagen die Busse im gefühlten Sekundentakt fahren. Das größere Problem besteht dann eher darin, den richtigen Raum in den riesigen Fakultätsgebäuden zu finden. Was besonders bei Engineering etwas schwierig ist 😉

Als Austauschstudent kann man zwischen 3-5 Fächer aus einer Liste mit allen angebotenen Modulen für Non-Graduating Students wählen. Man wird schon in Deutschland für 3 Fächer immatrikuliert, welche man hier allerdings in den ersten 2 Wochen ändern kann. Es gibt 2 Add/Drop Phasen, in denen man Fächer hinzufügt und löscht, jedoch muss man immer auf eine Bestätigung warten. Oft kommt es vor das man im gewünschten Fach keinen Platz bekommt, weil es entweder schon zu voll ist oder sie das Fach für dich nicht relevant halten. Somit sind die ersten 2 Wochen etwas stressig, weil jeder versucht noch das zu bekommen was er will. Besonders wenn man alles mit der Heimuniversität abstimmen muss, wie z.b. meine Mitbewohnerin! Da ich höchstwahrscheinlich eh nichts anerkannt bekomme, mache ich mir auch nicht zuviel Stress 😉 Es gibt genauso wie in München keine Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen, allerdings muss man während dem Semester Projekte oder Arbeiten abgeben, die meist schon 40% der Endnote ausmachen. Aktuell beginnen die Tutorien erst nächste Woche, ich kann also erst später berichten wie groß der Arbeitsaufwand wirklich ist!

Ganz wichtig, was hier an der Uni großgeschrieben wird: Sport! Es gibt eine große Sportanlage, nicht weit von meinem Wohnheim, wo man quasi alles findet…Tennisplätze, Fußballplatz, Baketballplatz, Schwimmbad, Fitnessraum, Laufstrecke, Gymnastikräume usw….dort kann man jederzeit hingehn und trainieren. Für jede Sportart gibt es außerdem Clubs, denen man beitreten kann oder sich für Kurse anmelden (Ich z.b. für den Yoga Kurs).  Jedes Wohnheim hat ein eigenes Team für die verschiedensten Sportarten, im Grunde läuft hier jeder mit einem T-Shirt rum, auf dem entweder seine Fakultät, sein Wohnheim oder einfach nur „Team NUS“ steht. Die Sportplätze sind fast immer voll mit ganzen Mannschaften die trainieren, natürlich alle im eigenen Team Trikot! Und hier in Asien wird auch vor dem Unmöglichen nicht Halt gemacht: Aktuell kann man sich fürs Tembusu Quidditch Team anmelden 😀 Kein Scherz! Die laufen dann mit Besen durch die Turnhalle!

So ich mach mich jetzt dann auf den Weg nach Chinatown, heute wird nämlich Chinesischen Neujahr gefeiert, wodurch wird dann Montag und Dienstag auch noch unifrei haben 🙂

Living in Singapore

Wer schon mal in Singapur war, weiß dass Singapur ein El Dorado für Shopping und Essen ist! Man könnte den ganzen Tag nichts anderes machen und würde trotzdem nie zweimal ins gleiche Geschäft oder Restaurant gehen. Abgesehen von der überdimensionalen Orchard Road, wo sich eine Mall an die nächste anschließt und sowohl Designermode als auch günstige Sachen zu finden sind, gibt es noch unzählige weiter gute Stellen zum Einkaufen. Heute war ich zum Beispiel an der Habour Front in der VivoCity Mall, angeblich die Größte in ganz Singapur. Außerdem gibt es auch viele kleinere Malls in direkter Umgebung vom Campus! Der einzige Wermutstropfen ist nur, dass die meisten Dinge nicht billiger sind als in Deutschland, mit Ausnahme von Schuhen…was natürlich einiges an Pluspunkten gibt! Und die Auswahl an Läden kann sich auch sehen lassen, alles von Topshop, Forever 21,Aldo, River Island bis hin zu Abercrombie&Fitch.

Zum Essen….  überall gibt es Food Courts, die jede Variante Asiatischen Essens anbieten: Chinesisch, Indisch, Muslimisch, Malayisch usw. Es gibt auch immer „Western Food“ was dann aber meistens auch eher Asiatisch aussieht als wirklich Western! Für ein richtiges Schnitzel muss man dann schon eher in ein richtiges Restaurant gehen! Es gibt auch typische singapurische Gerichte, wie zum Beispiel Carrot Cake, was aber weder Karotten enthält noch ein Kuchen ist! Schmeckt trotzdem gut 😉 Das größere Problem mit dem Essen ist, dass man meist an den Namen überhaupt nicht erschließen kann, was man eigentlich serviert bekommt. Glücklicherweise gibt es fast überall Fotos von den Gerichten oder zum Teil hab ich sogar Essensnachbildungen aus Plastik gesehen, welche im Schaufenster stehen!

Heute haben wir auch unseren ersten Tag am „Hausstrand“ verbracht: Sentosa Island! Nach einer knappen halben Stunde mit Bus und MRT ist man am Strand. Die Insel ist quasi ein Freizeitpark, dort sind die Universal Studios, man kann Sommerrodelbahn fahren, Indoor Skydiving machen, es gibt eine Gondelbahn und einen Wasserpark! An den Strand kann man zum Glück kostenlos, alles andere ist vergleichsweise teuer! Die Sonne hier in Singapur ist recht stark, sodass ich mir in 2 Stunden gleich mal ein Sonnenbrand im Gesicht geholt hab, obwohl ich ja schon seit Wochen in Asien unterwegs bin. Aber die Dänen hats schlimmer erwischt, die laufen jetzt alle rum wie Hummer 😉

Mein Zimmer im Tembusu College @ UTown

Seit Donnerstag bin ich jetzt in Singapur! Bisher hab ich es nur noch nicht geschafft hier einen Artikel zu posten, da jeden Tag Aktivitäten und Veranstaltungen sind. Es wird einem auf jeden Fall nicht langweilig 🙂 Aber jetzt mal von vorne….mein Welcome Buddy hat mich am Donnerstag am Flughafen abgeholt und ist dann mit mir gemeinsam zu meinem neuen Zuhause gefahren. Das Zimmer ist zwar nicht groß, aber es ist alles neu, da das Wohnheim erst im August 2011 eröffnet wurde. Ich wohne in einem 6-Personen Appartement in einem Einzelzimmer, außerdem gibt es einen Gemeinschaftsraum und ein Bad. 3 meiner Mitbewohner sind Locals und 2 Exchange so wie ich, eine aus Canada und die andere aus Australien. Mein Zimmer hat leider keine Klimaanlage, aber mit Ventilator und offenem Fenster hält man es ganz gut aus! Im 12.Stock hat man auch ein guten Blick über die Stadt! Also es lässt sich hier auf jeden Fall schön wohnen und der Starbucks ist auch direkt vor der Tür 😉

-> Auf den Artikel klicken und noch ein Bild anschauen 🙂